
Sie heißen Aqua Blade oder Turbo Flush, Triple Vortex oder Silent Flush. Bei solch klingenden Bezeichnungen hüpft das Marketingherz vor Freude. Gemeint sind WCs, bei denen das Spülwasser die Keramik in einer Art Wirbel durchströmt. Das Konzept wird auch Vortex-, Rotations- oder Drehspüler genannt (je nach Anbieter). Die WC-Hersteller haben in den vergangenen Jahren nicht nur eine neue Art des Ausspülens von WC-Becken etabliert, sondern auch das Marketing auf die Spitze getrieben. Aber wie gut sind die neuen „Drehspüler“ wirklich? Die SBZ ist der Frage nachgegangen und hat mit der Hochschule Esslingen einen SBZ-Praxistest aufgesetzt. Zehn WC-Keramiken mit neuer Ausspültechnik kamen dabei auf den Prüfstand. Wie „turbo“ oder „silent“ sie wirklich sind, stellen wir in dieser SBZ-Ausgabe ausführlich vor. Außerdem zeigen wir die Testergebnisse und den Prüfstand zur Fachmesse ISH in Frankfurt (17. bis 21. März) am SBZ-Stand. Der ist zu finden im Foyer 4.1.

Bild: Hochschule Esslingen
Vortex- bzw. Wirbelspüler: rasante Entwicklung von 2009 bis heute
Als erstes WC mit Vortex-Spülung hatte Toto zur ISH 2009 in Frankfurt die Aufmerksamkeit der SHK-Branche auf sich gezogen. Spülrandlos und mit einer gänzlich neuen Art der Ausspülung verblüffte das erste Modell der Japaner das Fachpublikum. Heute gelten sie als früher Wegbereiter der Wirbeltechnologie in Deutschland. Weitere Markenhersteller brachten in den folgenden Jahren nach und nach ebenfalls eigene Modelle auf den Markt. Die Entwicklung dürfte zur ISH 2025 einen neuen Höhepunkt erreichen. Es ist damit zu rechnen, dass noch einmal deutlich mehr neue Modelle von den unterschiedlichsten Herstellern gezeigt werden. Wie die SBZ-Redaktion in Erfahrung gebracht hat, wird zum Beispiel Duravit eine neu entwickelte „Hero Edition“ mit Rotationsspülung, optimierter Beckengeometrie und leiser Spülung vorstellen. Im SBZ-Praxistest wurde dagegen noch das Standardmodell der Reihe „ME by Starck“ geprüft. Das belegt: Die Entwicklung schreitet überall voran.
Grund genug, die Rotationsspüler der in Deutschland aktiven Markenhersteller einmal einem SBZ-Praxistest zu unterziehen. Zehn Hersteller stellten jeweils ein Modell der Hochschule Esslingen zur Verfügung. Das Team im Sanitärlabor – Professor Philipp Akkawi und die Labormeister Heiko Strähle und Yilmaz Alkan – unterzogen die Objekte im vergangenen Jahr den verschiedensten Prüfungen. Alle mit dem Ziel, das Ausspülverhalten zu testen, auch und gerade in Bezug auf die Hygiene. Darüber hinaus war es ein Anliegen zu schauen, wie gut Rotationsspüler auch bei reduzierter Spülwassermenge funktionieren. Nachfolgend werden einige Tests und die Ergebnisse beschrieben (analog zum offiziellen Prüfbericht), am Ende des Textes gibt es zudem ein Gesamtergebnis.
Was, wenn der Wasserverbrauch eingeschränkt wird?
Wer nicht bis dahin abwarten kann: Unterm Strich ist festzuhalten, dass Rotationsspüler herkömmlichen Spülsystemen überlegen sind (siehe dazu das Interview mit Prof. Akkawi im Anschluss an diesen Artikel). Zum Beispiel beim Wasserverbrauch und der Qualität der Ausspülung. Die Bandbreite der Endergebnisse bewegte sich durchweg im Bereich gut bis sehr gut. Herangezogen wurde für die funktionellen Eigenschaften zum einen die DIN EN 997, darüber hinaus gab es Zusatzprüfungen, die etwas näher an der Nutzerpraxis sind (und damit auch anspruchsvoller als die DIN EN 997). Zudem wurden einige Prüfungen in einem dritten Testfeld mit nur 3 l Spülwassermenge wiederholt. Da im Zuge von Klimawandel und zunehmenden Trockenperioden auch in Deutschland nicht auszuschließen ist, dass der Trinkwasserverbrauch eingeschränkt wird, soll dieser Ansatz zeigen, dass Rotationsspülungen unter diesen Bedingungen ebenfalls einen guten Job machen. Die Prüfungen im Detail:
Testbereich 1: Prüfung in Anlehnung an die DIN EN 997
Die DIN EN 997 legt die konstruktiven und funktionellen Anforderungen und Prüfverfahren für WC-Kombinationen, Einstück-WCs und WC-Becken mit freiem Zulauf mit angeformtem Geruchsverschluss zur persönlichen Hygiene, hergestellt aus Sanitärkeramik oder nichtrostendem Stahl, fest. Folgende Tests wurden durchgeführt:
Flächenbespülung: Die Prüfung wird mit ca. 20 g trockenem, feinkörnigem Holzsägemehl durchgeführt. Dieses wird gleichmäßig auf die zuvor befeuchtete Beckeninnenseite verstreut. Bei der Prüfung der Flächenspülung von WC-Becken ohne Spülrand wird der arithmetische Mittelwert aus fünf Prüfungen der unbespülten Fläche im Bereich zwischen der Wasserfläche im Geruchsverschluss und einer horizontalen Linie, die 85 mm unter der Oberkante der Beckenmulde liegt, ermittelt. Diese Fläche darf 50 cm² nicht überschreiten.
Ausspülen von Toilettenpapier: Bei dieser Prüfung werden jeweils 12 Blatt normgerechtes Toilettenpapier einzeln und lose geknüllt innerhalb von 14 bis 18 Sekunden nacheinander in das WC-Becken eingeworfen. Zwei Sekunden nach Einwerfen des letzten Blattes in das WC-Becken wird der Spülvorgang ausgelöst. Alle nicht ausgespülten Toilettenpapierblätter werden protokolliert. Diese Prüfung ist fünfmal durchzuführen. Dabei müssen jeweils 12 Blatt Toilettenpapier bei mindestens 4 von 5 Prüfungen vollständig aus dem WC-Becken ausgespült werden.
Ausspülen von 50 Kunststoffkugeln: Bei dieser Prüfung müssen laut Norm bei fünf Prüfungen mit jeweils 50 Kunststoffkugeln mindestens 85 % der Kugeln aus dem WC-Becken ausgespült werden.
Überspritzprüfung: Hierbei darf kein Spülwasser über den Beckenrand austreten und den Boden benetzen. Nur wenige kleine Tropfen sind zulässig. Um das zu prüfende WC-Becken wird auf dem Boden ein Pappkarton mit einem Überstand von 200 mm befestigt. Das WC-Becken wird gespült und austretendes oder übergespritztes Wasser auf dem Karton wird protokolliert.
Nachlaufwasserprüfung: Vier Norm-Prüfkörper werden nacheinander in das WC-Becken gelegt. Danach wird das WC-Becken gespült. Das Nachlaufwasservolumen, das ausläuft, nachdem der letzte Prüfkörper den Beckenablauf verlassen hat, wird gemessen. Diese Prüfung ist zehnmal durchzuführen. Die Prüfung gilt als bestanden, wenn:
a) in acht von zehn Spülungen alle Prüfkörper ausgespült werden und das Nachlaufwasservolumen bei jedem Spülvorgang ≥ 2,5 l beträgt oder
b) das arithmetische Mittel des Nachlaufwasservolumens aus zehn Spülungen ≥ 2,8 l beträgt.

Testbereich 2: Praxisrelevante Zusatzprüfungen
Die Prüfvorgaben der DIN EN 997 für Spülverhalten und Reinigungsmöglichkeiten sind für spülrandlose WC-Becken nicht vollständig definiert. Beispielsweise besitzen einige Modelle eine kleine, nach innen gerichtete Schürze, während andere auf diese gänzlich verzichten. Ebenso variiert die Größe der Wasserfläche im Siphon. Diese konstruktiven Unterschiede führen zu Abweichungen beim Spülverhalten und der Flächenspülung. Um diese Unterschiede besser zu bewerten, wurden die Normprüfungen um praxisnahe Tests erweitert. Diese Tests werden in Anlehnung an die bisherigen Untersuchungen für spülrandlose WCs an der Hochschule Esslingen durchgeführt, um eine Vergleichbarkeit mit den Ergebnissen vorangegangener Tests zu gewährleisten.
Zur Berücksichtigung häufiger Verschmutzungsmuster wird das WC-Becken in eine vordere und hintere Hälfte unterteilt. Während in der vorderen Hälfte Urinspritzer zu Verschmutzungen führen können, sind es im hinteren Bereich meist fäkale Rückstände. Der Spülrandtest erfasst unbespülte Flächen in der vorderen Hälfte, während der Schmiertest die verbleibenden Verunreinigungen im hinteren Bereich untersucht.
Spülrandtest: Die Beckeninnenseite wird gleichmäßig mit blauer Lebensmittelfarbe eingesprüht, einschließlich der Unterkante einer möglichen Schürze. Die Prüfung orientiert sich an den Vorgaben der DIN EN 997. Mithilfe einer Folie mit 0,5-cm-Karos wird die unbespülte Fläche gemessen. Im Gegensatz zur Norm wird die gesamte unbespülte Fläche der vorderen Beckenhälfte, einschließlich der Schürze, erfasst.
Schmiertest: Hier wird die hintere Hälfte der Beckeninnenseite unterhalb der Spülwassereintrittsöffnungen gleichmäßig mit Ketchup bestrichen. Nach der Spülung werden verbliebene Verschmutzungen wiederum mit der 0,5-cm-Karofolie ermittelt.
Schürzenbreite: Die Reinigungsmöglichkeit eines WC-Beckens ist für Nutzer ein wesentlicher Qualitätsaspekt. Eine breitere Schürze erschwert die Sichtbarkeit und Erreichbarkeit von Verunreinigungen. Die Breite der Schürze wird gemessen und als „Schürzenbreite“ in die Bewertung einbezogen. Es wird das arithmetische Mittel der Schürzenbreite an größter und kleinster Stelle gebildet.
Tiefster unbespülter Punkt: Kleine Anhaftungen unterhalb der Spülwassereintrittsöffnungen beeinflussen den optischen Eindruck und die Hygiene des WC-Beckens, auch wenn sie flächenmäßig gering sind. Daher wird zusätzlich der tiefste Punkt unterhalb des Beckenrandes, der nach der Spülung unbespült bleibt, gemessen und als „tiefster Spülpunkt“ ausgewiesen.
Wasserfläche im Siphon: Die Größe der Wasserfläche im WC-Becken ist entscheidend für die Minimierung von Verschmutzungen. Größere Wasserflächen bedeuten eine kleinere potenziell verschmutzbare Fläche. Diese Größe wird digital in cm² ermittelt.

Bild: Hochschule Esslingen
US-Prüfkörper mit Papier: Um praxisnahe Bedingungen zu berücksichtigen, wird ein Test durchgeführt, bei dem Papier und Prüfkörper gemeinsam gespült werden. In Anlehnung an den US-Standard ASME A112.19.2-2018/CSA B45.1-18 wurden Prüfkörper aus Sojabohnen erstellt, je Prüfkörper mit einem Gewicht von 50 ± 4 g und einer Dichte von: 1,15 ± 0,10 g/cm³. Fünf dieser Prüfkörper werden über eine Schablone ins Becken eingebracht, gefolgt von 16 Blatt dreilagigem Toilettenpapier in vier Portionen à vier Blatt. Zwei Sekunden nach Einbringen des letzten Blatts wird gespült. Pro Prüfung wird dokumentiert, wie viele Prüfkörper und Papierblätter nicht ausgespült werden. Der Test ist fünfmal durchzuführen.
Nachlaufwassermenge nach US-Standard: Die Nachlaufwassermenge ist für die Reinigung nachfolgender Leitungen von Bedeutung. Liegen gebliebene Fäkalien und Papierreste sollen durch ausreichend Nachlaufwasser weitertransportiert werden. Um realistische Bedingungen zu schaffen, wurden sieben Prüfkörper (350 g Gesamtgewicht) über eine Schablone ins Becken eingebracht und mit 6 l Spülwasser gespült. Das Nachlaufwasservolumen, das nach Verlassen des letzten Prüfkörpers aus dem Becken fließt, wurde gemessen. Dieser Test wurde fünfmal wiederholt.

Testbereich 3: Weiterführende Praxistests
Fast von allen Herstellern werden WC-Keramiken angeboten, die auch mit weniger Spülwasser auskommen. Gängige Wassermengen pro Spülung sind demnach bereits heute 4 bis 4,5 l Wasser je Vollspülung. Die geringere Wassermenge und die dadurch geringe Nachlaufwassermenge können im Gebäudealtbestand zu Problemen bei der Schwemmwirkung in Grund- und Sammelleitungen führen, da im Bestand oft standardmäßig WCs mit DN 90 oder gar DN 100 angeschlossen wurden. Im Neubau sollte sich hingegen bei Planern und Ausführenden die Akzeptanz für kleinere Dimensionen gefestigt haben. So werden nach DIN 1986-100 WCs mit 4,5 l Vollspülung mit einem Design-Unit-Wert von 1,8 DU angesetzt. Daraus lässt sich ableiten, dass in einer liegenden, unbelüfteten Sammelanschlussleitung bis zu zwei WCs an eine Leitung mit DN 80 angeschlossen werden können und dass bei einer Fallleitung DN 80 mit Abzweigen, die einen Innenradius aufweisen, und bei einer Abflusskennzahl von K = 0,5 bis zu 15 WCs an einem Abwasserstrang möglich sind. Im Sinne der nachhaltigen Nutzung von Trinkwasser, dem geringeren Materialaufwand und der Kosteneinsparung von rund 30 % spielt die Nutzung von kleineren Spülmengen eine exponierte Rolle.
Auf dieser Grundlage wurden Tests für die Kleinmengentaste entwickelt, es wurden hierfür 3 l verwendet. Ziel ist es herauszufinden, ob nicht öfter erst die Kleinmenge genutzt werden sollte und nur bei unzureichender Reinigungswirkung die Vollspülung betätigt werden muss. Einige Prüfungen wurden an die Tests der Vollspülung angepasst.

Bild: Hochschule Esslingen
Flächenbespülung bei 3 l: Die Prüfung wird mit ca. 20 g trockenem, feinkörnigem Holzsägemehl durchgeführt. Dieses wird gleichmäßig auf die zuvor befeuchtete Beckeninnenseite verstreut. Bei der Prüfung der Flächenspülung von WC-Becken ohne Spülrand wird der arithmetische Mittelwert aus fünf Prüfungen der unbespülten Fläche im Bereich zwischen der Wasserfläche im Geruchsverschluss und einer horizontalen Linie, die 85 mm unter der Oberkante der Beckenmulde liegt, ermittelt. Diese Fläche darf 50 cm² nicht überschreiten.
Ausspülen von Toilettenpapier bei 3 l: Bei dieser Prüfung werden jeweils 12 Blatt normgerechtes Toilettenpapier einzeln und lose geknüllt innerhalb von 14 bis 18 Sekunden nacheinander in das WC-Becken eingeworfen. Zwei Sekunden nach Einwerfen des letzten Blattes in das WC-Becken wird der Spülvorgang ausgelöst. Alle nicht ausgespülten Toilettenpapierblätter werden protokolliert. Diese Prüfung ist fünfmal durchzuführen. Im Gegensatz zur Normprüfung werden hier alle Versuche gezählt, bei denen alle 12 Blatt ausgespült werden.
Ausspülen von 50 Kunststoffkugeln bei 3 l: Bei dieser Prüfung müssen bei fünf Prüfungen mit jeweils 50 Kunststoffkugeln mindestens 85 % der Kugeln aus dem WC-Becken ausgespült werden.
Ausspülen von 20 Kunststoffkugeln bei 3 l: Bei dieser Prüfung müssen laut Norm bei fünf Prüfungen mit jeweils 20 Kunststoffkugeln mindestens 85 % der Kugeln aus dem WC-Becken ausgespült werden.
Ausspülen von 3 Blatt gefaltet bei 3 l: Bei dieser Prüfung handelt es sich um den Eintrag von 3 Blatt dreilagigen Toilettenpapiers im Frontbereich, es soll das typische Verhalten nach dem Urinieren nachempfinden. Die WC-Keramiken werden vorab befeuchtet, 2 Sekunden nach dem Eintrag wird das WC-Becken ausgespült. Diese Prüfung ist fünfmal durchzuführen. Jeder erfolgreiche Ausspülversuch wird gezählt.
US-Prüfkörper mit Papier bei 3 l: Um praxisnahe Bedingungen zu berücksichtigen, wird ein Test durchgeführt, bei dem Papier und Prüfkörper gemeinsam gespült werden. In Anlehnung an den US-Standard ASME A112.19.2-2018/CSA B45.1-18 wurden Prüfkörper aus Sojabohnen erstellt, je Prüfkörper mit einem Gewicht von 50 ± 4 g und einer Dichte von: 1,15 ± 0,10 g/cm³. Drei dieser Prüfkörper werden über eine Schablone ins Becken eingebracht, gefolgt von 9 Blatt dreilagigem Toilettenpapier in drei Portionen à drei Blatt gefaltet. Zwei Sekunden nach Einbringen des letzten Blatts wird gespült. Pro Prüfung wird dokumentiert, wie viele Prüfkörper und Papierblätter nicht ausgespült werden. Der Test ist fünfmal durchzuführen. Reduktion von 200 g auf 150 g, um der Kleinmenge gerecht zu werden.
Ausspülen eines Auftriebskörpers in 10 Blatt Toilettenpapier mit 3 l und 6 l: Die Praxis zeigt, dass es oft nicht daran scheitert, große Mengen aus einem WC-Becken auszuspülen. Meist sind es die kleinen Mengen, die ggf. über einen Luftabschluss zwischen Papier und Wasser einen gewissen Auftriebseffekt aufweisen. Die Frage, ob ein Auftriebskörper im Zentrum des Wasserwirbels mit ausgespült wird, soll beantwortet werden. Hierzu wird ein Tischtennisball als Prüfkörper herangezogen. Durchmesser 40 mm mit einem Gewicht von 2,7 g. Dieser wird mit zehn Blatt handelsüblichem dreilagigem Toilettenpapier eingerollt. Diese Prüfung ist fünfmal mit 3 l und mit 6 l durchzuführen. Jeder erfolgreiche Ausspülversuch wird gezählt.
Schallpegelmessung LFAmax dB(A) zu Vergleichszwecken bei 6 l: Mit steigenden Anforderungen an den Schall- und Wärmeschutz der Gebäudehülle werden Geräusche im Innenraum stärker wahrgenommen. Die Schallemissionen spielen insbesondere in Hotels, Krankenhäusern oder Wohnräumen mit Badezimmer en suite eine besondere Rolle. Hier geht es nicht um den Schutz fremden Wohnraums.
Für die Durchführung wird ein Schallpegelmessgerät auf 1 m über der Keramik montiert (Ohrhöhe). Die Montage erfolgt mittig über der Wasseroberfläche. Es wird der höchste Luftschallpegel (LFAmax dB(A)) in einem Frequenzband von 20 Hz und 20 kHz ermittelt. Die Messung stellt eine vereinfachte Messung des zeitgewichteten (F) maximalen Pegels dar. Aufgrund von gleichen Randbedingungen kann die orientierende Messung als vergleichender Test herangezogen werden. Aus drei Messungen wird das arithmetische Mittel für die Bewertung herangezogen.

Fazit zum SBZ Praxistest 2025
Unterm Strich fasst Prof. Philipp Akkawi den SBZ-Praxistest 2025 so zusammen: „Vergleicht man die Drehspüler mit bisherigen spülrandlosen WCs, verteilt sich das Wasser gezielter und gleichmäßiger im Becken, was die Spülleistung verbessert und Rückstände reduziert. Zudem fällt das Überspritzen geringer aus. Ein möglicher Nachteil könnte in der geringeren Nachlaufwassermenge im Vergleich zu bisherigen Technologien liegen. Die Nachlaufwassermenge bezeichnet die Wassermenge, die nach dem Verlassen des WCs die Schwemmwirkung in der Grund- und Sammelleitung beeinflusst. Meiner Einschätzung nach stellt dies ein eher geringes Problem dar, da mittlerweile die Leitungen in vielen Fällen normgerecht und entsprechend kleiner dimensioniert werden, wodurch sich der Abtransport der Fäkalien verbessert und die erforderliche Nachlaufwassermenge entsprechend reduziert werden kann, ohne die Funktionalität der Entwässerung wesentlich zu beeinträchtigen.“ Was die Ergebnisse im Detail für das SHK-Handwerk bedeuten, erklärt er im Interview auf der nächsten Seite.

SBZ-Stand im Foyer 4.1 der ISH: Praxistest live erleben und Vortrag „Bäder verkaufen“ auf der ISH
Die SBZ und die Hochschule Esslingen zeigen die Testergebnisse und den Prüfstand zur Fachmesse ISH in Frankfurt am SBZ-Stand (17. bis 21. März, zu finden im Foyer 4.1). Dort haben wir die Spülversuche nachgebaut. Zudem gibt es Montag bis Donnerstag jeweils um 14 Uhr einen Kurzvortrag am SBZ-Messestand. Thema: Mutig zum Erfolg und mehr Umsatz durch überzeugende Badplanungen.
Der 20-Minuten-Vortrag vermittelt Grundlagen, um zu besseren Geschäften und zufriedeneren Kunden zu kommen. Die Teilnehmer des Vortrags erhalten das Buch „Badezimmer-Trends 2025“.