Ein Baustein der Fachkräftegewinnung ist die Integration geflüchteter Menschen. So wurde Abdullah Aghajani zum Anlagenmechaniker SHK.
Zwischen Beschäftigungsarten abwägen ▪ SHK-Fachhandwerksbetriebe sind zum überwiegenden Teil inhabergeführte Familienbetriebe, oft über mehrere Generationen. Formal mag es einen einzigen Inhaber geben, häufig arbeiten jedoch Familienangehörige mit, sowohl der Ehepartner als auch die Kinder sowie die Generation, die vorher die Verantwortung trug. Dann stellt sich die Frage, ob die Mitarbeit unentgeltlich erfolgt oder eine formale Beschäftigung vereinbart wird. Der Beitrag zeigt die steuerlichen und sozialversicherungspflichtigen Knackpunkte auf. → Thomas Schneider
Von 1946 bis heute ▪ Das erfolgreiche Wachstum des Gentner Verlags ist eng mit der Geschichte der SBZ verbunden. Seit der Gründung der Zeitschrift im Jahr 1946 hat sich an den Grundthemen wenig geändert: Menschen benötigen sauberes Trinkwasser und Heizungswärme, damals wie heute. Neu hinzugekommen ist, dass sich die Tätigkeiten des SHK-Handwerks mittlerweile in einer deutlich größeren Perspektive einordnen lassen. Denn es geht auch um Gesundheit, Lebensqualität und Klimawandel. Diese Entwicklung hat die SBZ 75 Jahre begleitet und wird das auch weiterführen.
Entwicklungsstufen der Verbindungstechnik ▪ Wie Rohr und Fitting miteinander verbunden sind, entscheidet maßgeblich über die Dichtheit und Langlebigkeit einer Trinkwasser-Installation. Zu den momentan gängigsten Techniken zählen das Pressen, Stecken, Schieben und Heizelement-Muffenschweißen. Lange Zeit gab es in diesem Bereich keine aufsehenerregenden Neuerungen, bis Anfang 2021 die laterale Presstechnik vorgestellt wurde. Womit bewiesen wäre: Auch bei der vermeintlich ausgereiften Verbindungstechnik ist nach wie vor noch einiges möglich. → Dietmar Stump
UP-Spülkasten im Wandel der Zeit ▪ Kaum ein Produkt hat die Sanitärwelt so nachhaltig geprägt wie der Unterputzspülkasten. Was als einfache technische Lösung begann, ist heute aus der modernen Welt der Bäder und öffentlichen Sanitärräume nicht mehr wegzudenken. Dass dieses Element mittlerweile über ein vielfältiges Funktionsspektrum und große Einsatzflexibilität verfügt, war sicherlich auch noch vor einigen Jahren für viele nicht absehbar. Und die Erfolgsgeschichte scheint angesichts der fortschreitenden Digitalisierung noch lange nicht zu Ende zu sein. → Markus Walther
Außerbetriebnahme und Wiederinbetriebnahme von Trinkwasser-Installationen ▪ Bis Dezember 2020 wies das umfassende technische Regelwerk rund um die Trinkwasser-Installation eine Lücke auf – das hat die Coronapandemie noch einmal unterstrichen. Denn durch die Schließung vieler Gebäude mussten Trinkwasser-Installationen zeitweise stillgelegt werden. Was fehlte, waren technische Vorgaben und Handlungsempfehlungen zur fachgerechten Außerbetriebnahme und Wiederinbetriebnahme – auch für vorhersehbare Betriebsunterbrechungen, etwa in Ferienzeiten. Die Expertenempfehlung VDI/DVQST-EE 3810 Blatt 2.1 gibt Anwendern nun konkrete Hinweise zur Vorgehensweise – und schließt damit diese Lücke. → Dirk Schulze
Entwicklungstrends bei Wassermanagementsystemen ▪ Aquädukte, Zisternen, Brunnen, Rohrleitungen als Teil komplexer Versorgungsnetze – diese Erfindungen haben im Rahmen ihrer Zeit die Menschheit auch in puncto Erhalt der Trinkwassergüte immer weiter vorangebracht. Seit einigen Jahren unterstützen Wassermanagementsysteme Betreiber (halb-)öffentlicher und gewerblicher Gebäude dabei, ihrer Verantwortung für Nutzer- und Trinkwasserhygiene sicher und effizient nachzukommen. Dr. Oliver Fontaine und Guido Wurm erläutern im Interview mit der SBZ, welche Voraussetzungen für den Einsatz der Systeme erfüllt sein müssen und mit welchen Innovationen zukünftig in diesem Bereich zu rechnen ist.
Fachwissen für Planung und Umsetzung ▪ Der verantwortungsvolle Umgang mit der Ressource Wasser gehört zu den größten Zukunftsaufgaben der Menschheit. Wasserreichtum ist selbst in Deutschland vielerorts nicht mehr selbstverständlich. Eine Maßnahme zur Ressourceneffizienz ist der Einsatz von Grauwassernutzungsanlagen. Der Beitrag fasst die wichtigsten Begriffe und Anforderungen für die Planung, Ausführung, Inbetriebnahme und Wartung von Grauwassernutzungsanlagen zusammen. → Bernd Ishorst
Fußbodenheizungen in der Praxis ▪ Im Neubau sind Fußbodenheizungen heute Standard. Im Altbau werden sie zunehmend beliebter, nicht zuletzt aufgrund einer attraktiven staatlichen Förderung. Der Fachhandwerker kann je nach Projekt und (Kunden-)Anforderungen zwischen mehreren Systemen wählen, die verschiedene Vorzüge bieten. Welche das sind und worauf der Heizungsfachmann bei Planung, Auslegung und Montage noch achten sollte, beleuchtet der folgende Beitrag. → Sven Petersen
Konsequent auf Niedrigtemperatursysteme setzen ▪ Frank Hartmann steht mit seinem Planungs- und Beratungsunternehmen „Forum Wohnenergie“ für die konsequente und nachhaltige Nutzung erneuerbarer Energien. Im SBZ-Gespräch fordert er, dass sich die Branche von der Hochtemperatur-Konvektionsheizung verabschiedet. Bei der Auslegung gehe es doch längst nicht mehr allein um den Betrieb während einer sogenannten Heizperiode, sondern um die thermische Aktivierung im Jahreslauf. Er empfiehlt, die thermische Wirkung von Bauteilen miteinzubeziehen, die den Menschen umgeben, und sieht die Zukunft im konsequent gestalteten Niedrigtemperaturhaus.
→ Gibt es noch einen Treueschwur in Richtung Handwerk aus der Industrie, der die Bezeichnung verdient?
→ Ist der Verkauf über alle Internetkanäle hinweg der Tod der Bruttopreislisten?
→ Wie sollte das Handwerk mit „preisinformierten“ Kunden bzw. Auftraggebern umgehen? Sind z. B. zwischen Privatkunden und öffentlicher Hand Unterschiede im Umgang mit der Preisgestaltung zu beobachten?
→ Und wo bleibt eigentlich der klassische Großhandel in dem ganzen Geflecht?
Kühlen mit der Wärmepumpe ▪ Reversible Luft/Wasser- sowie Sole/Wasser-Wärmepumpen haben vielen anderen Wärmeerzeugern eines voraus: Sie liefern nicht nur Wärme, sondern lassen sich an heißen Tagen auch zum Kühlen nutzen. Insbesondere in neuen oder sanierten Niedrigenergiehäusern mit Fußbodenheizung lässt sich der Wohnkomfort im Sommer spürbar erhöhen. Unser Autor erläutert, was sich hinter den Begriffen aktive, passive, dynamische und stille Kühlung verbirgt. Und er erklärt, wie sich eine vereinfachte Kühllastberechnung für einen effizienten Betrieb durchführen lässt. → Hans-Jörg Risse
Wärmepumpen neu denken ▪ Durch die Bestimmungen der F-Gase-Verordnung sollen die Emissionen fluorierter Treibhausgase (F-Gase) in der EU bis 2030 drastisch gesenkt werden. Dazu wurde u. a. eine schrittweise Beschränkung (Phase down) der am Markt verfügbaren Mengen an teilfluorierten Kohlenwasserstoffen eingeführt. Davon betroffen sind auch die Wärmepumpenhersteller, die künftig umweltfreundlichere Kältemittel-Alternativen benötigen. Wie die Strategien und Auswirkungen auf die Produkte in der Praxis konkret aussehen können, erläutert das folgende Beispiel des Heiztechnikherstellers Bosch. → Marco Bastian und Andreas Bühring
Geschäftsfeld Wärmepumpe – SBZ-Serie, Teil 1 ▪ Die Wärmepumpe ist auf dem Vormarsch. Das lässt sich ganz unverblümt so sagen. Die Technik wird zunehmend nachgefragt, im Neubau sowieso, aber auch im Bestand. Das liegt nicht zuletzt an den attraktiven Förderbedingungen. Um die weiter steigende Nachfrage bedienen zu können, muss die SHK-Branche mehr Know-how aufbauen – allen voran das Handwerk. Der erste Teil einer neuen SBZ-Serie in Kooperation mit dem Bundesverband Wärmepumpe (BWP) rund ums Geschäftsfeld Wärmepumpe stellt die Marktsituation dar. Weitere Beiträge folgen in den nächsten Ausgaben, sie zeigen, wie Heizungsbauer das Thema in den kommenden Jahren gewinnbringend angehen.
Interview zur Entwicklung der Wärmepumpe ▪ Der Wärmepumpenmarkt boomt und damit auch die Fantasie von Marktforschern, Branchenverbänden und Politikern: Geplant ist in Deutschland ein Bestand von 3 Millionen Heizungswärmepumpen bis zum Jahr 2025, 6 Millionen bis 2030 und 16 Millionen bis 2050. Weitgehend unbeachtet bleibt bei dieser eher optimistischen bis unrealistischen Annahme, welche Art von Wärmepumpe sich für den Massenmarkt eignet, wer diese installieren soll und wie der Wettbewerb um den zur Verfügung stehenden ökologisch korrekt erzeugten Strom zwischen Wärmepumpe, Elektroauto und einer grün ausgerichteten Industrie gelöst werden kann.
→ Viele trampeln auf dem Großhandel herum, zu langsam, zu desinteressiert, und die Preise werden auch ständig erhöht. Wird dabei nicht zu oft übersehen, welche wichtige Distributionsfunktion der Großhandel nach wie vor in der Branche hat?
→ Wo sind die besseren Badberater anzutreffen: in den Ausstellungen des Großhandels oder bei den spezialisierten Handwerksbetrieben?
→ Mit der Flut an Eigenmarken und jährlich neuen Produkten könnte man eine SBZ- Ausgabe quasi im Alleingang füllen. Nimmt das Umlabeln überhand oder ist die Balance zwischen Markenprodukt und Eigenmarke für das Gleichgewicht der Kräfte zwischen Industrie und Großhandel unverzichtbar?
→ Schaufeln sich die Eigenmarkenlieferanten aus der Industrie nicht ihr eigenes Grab und setzen eine Preisspirale in Gang, also abwärts natürlich?
→ Wann bringt die Industrie nur noch Produkte und Geräte auf den Markt, die vermehrt auch von Aushilfskräften mit Taxifahrervorbildung oder Philosophiestudium ohne tiefergehendes Fachwissen eingebaut werden können?
→ Oder muss einfach der Anspruch an die Fähigkeiten des Anlagenmechanikers SHK spürbar runtergeschraubt werden?
→ Abwerben ist mittlerweile an der Tagesordnung, innerhalb der Vertriebsebenen und über die Ebenen hinweg. Mal ketzerisch gefragt: Wann geht die erste Internetplattform online, auf der sich Branchenfachkräfte an den Meistbietenden versteigern?
→ Was kann das Handwerk unternehmen, um die besten Köpfe und Hände zu halten?
Zum Jubiläum ein nostalgischer Blick zurück ▪ Diese Ausgabe zum 75. Geburtstag der SBZ beinhaltet ja viele Beiträge, die den Blick in die Branchenzukunft richten. An dieser Stelle möchten wir aber noch mal ein Konzept in Erinnerung rufen, das es so nicht mehr gibt – das der SBZ-Chefredakteur aber nach wie vor toll findet: das Bad im Schrank bzw. die Klapp-Badewanne. Und tatsächlich ist ein Nachfolgeprodukt davon noch heute relevant und im Einsatz, z. B. in den von der Flutkatastrophe betroffenen Gebieten.
Wer ist „Herr im Bad“? ▪ Im Neubau wie in der Modernisierung ist der Bereich Bad ein Geschäftsfeld, in dem irgendwie alle mitmischen wollen. Das Handwerk ebenso wie der Großhandel und die Hersteller gehen mit Servicedienstleistungen und Angeboten zunehmend in die Offensive. Welche Auswirkungen das auf das sensible SHK- Branchengefüge haben kann, darüber hat die SBZ mit Jens J. Wischmann gesprochen.
Wie Farbe die Badgestaltung beeinflusst ▪ Der aktuelle gemeinsame farbliche Nenner im Badezimmer ist Grau. Als Mischfarbe ist sie nicht nur als verbindender Hintergrund für alle Farbklänge und -akzente geeignet und lässt weiße Sanitärkeramik strahlen, sondern wird auch als eigene Farbe wahrgenommen und betont.
Hybride Kommunikation und mehr Standards bei den Daten ▪ Wie Bäder geplant und wo sie in welcher Form präsentiert oder einfach gezeigt werden, das entscheidet mit über den Verkaufserfolg. Wer in Zukunft als Badgestalter beim Kunden punkten will, sollte sich mit einem hybriden Verkaufsprozess vertraut machen. Die persönliche Beratung und die digitale Präsentation bzw. Kommunikation rücken deutlich enger zusammen – es profitieren alle Beteiligten. Außerdem wirkt sich eine detaillierte Planung und Vorbereitung positiv auf den späteren Bauablauf aus. Der Beitrag nennt Mittel und Wege.