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Wie ein SHKler sein Ein­familien­haus energetisch saniert

  • Die neue Heizungsanlage besteht aus Holzvergaserkessel und Pelletbrenner mit Frisch­wasserstation, einer Solarstation, einem 1600-l-Pufferspeicher und fünf Flachkollektoren.
  • Durch die adaptive Regelungs­technologie passt sich der Wärmeerzeuger kontinuierlich an den tatsächlichen Wärmebedarf an und optimiert so den Energieverbrauch.
  • Seit 2000 lebt Familie Wagner – zunächst als Mieter – in dem Einfamilienhaus in Hehlen. Nachdem sie das Haus gekauft hatten, war ihr Plan klar: Das in den 1960er-Jahren gebaute Objekt benötigte eine Generalüberholung. Um den Familienalltag so wenig wie möglich zu stören, nahmen sie eine schrittweise Sanierung vor.

    Der Hausbesitzer, der selbst ein SHK-Unternehmen leitet, hat als erste Maßnahme die Heizungsanlage in Angriff genommen. Sie war in die Jahre gekommen, bestand noch aus Nachtspeicheröfen und sollte durch eine effizientere und sparsamere Anlage ersetzt werden. Die alte Heizungsanlage wurde durch einen Eta-Twin-Kessel, eine Kombination aus Holzvergaserkessel und Pelletbrenner, ersetzt. Anhand adaptiver Regelungstechnologie passt sich der Wärmeerzeuger kontinuierlich an den tatsächlichen Wärmebedarf an und optimiert so den Energieverbrauch für die insgesamt 160 m² zu beheizende Fläche des Einfamilienhauses.

    Die Trinkwassererwärmung übernimmt eine Frischwasserstation von Wolf in Verbindung mit einer Solarstation, ebenfalls von diesem Hersteller, samt fünf Flachkollektoren. Ein zentraler Bestandteil dieses Systems ist der Pufferspeicher mit einem Fassungsvermögen von 1600 l. Er dient als Zwischenspeicher für das erwärmte Wasser, um einen kontinuierlichen und zuverlässigen Warmwasservorrat sicherzustellen.

    Heizungspumpe mit Differenzdruckregelung

    Im Haus der Familie Wagner kam für die Heizkreise ein ­HeatBloC MC42 von PAW zum Einsatz, der bei einer Leistung von bis zu 40 kW eingesetzt wird. Die Verrohrung zwischen Pufferspeicher und ­HeatBloC MCom MC42 wurde in der Nennweite DN 25 ausgeführt. Der ­HeatBloC MCom MC42 ist ein mischergeregelter Heizkreis mit Differenzdruckregelung.

    Der Hauseigentümer, der mit den Produkten von PAW vertraut ist, nahm in diesem Rahmen die Möglichkeit wahr zu testen, wie die Differenzdruckregelung funktioniert. Denn bei der ­MCom-Variante der ­HeatBloC-Serie ersetzt ein elektronischer Regler den mechanischen Differenzdruckregler. Dieser misst die Differenz zwischen Vor- und Rücklauf, um einen bestimmten Sollwert zu halten, sodass es nicht zu einer Über- oder Unterversorgung in den Heizkreisen kommen kann.

    Hydraulischer Abgleich direkt erledigt

    Damit die neue Heizungsanlage effizient arbeitet, ist der hydraulische Abgleich entscheidend, um eine gleichmäßige Wärmeverteilung in einem Heizungssystem sicherzustellen. Dazu wird der hydraulische Widerstand in den einzelnen Heizkreisen ausgeglichen, damit jeder Raum die benötigte Wärme erhält, ohne dass andere Bereiche übermäßig erhitzt werden. Dies führt zu einem energieeffizienten Betrieb der Heizungsanlage und reduziert die Heizkosten. Darüber hinaus trägt der hydraulische Abgleich dazu bei, die Umweltbelastung durch den niedrigen Energieverbrauch weiter zu senken.

    Auch unter diesem Aspekt hat der Hauseigentümer die neu installierte HeatBloC-Pumpen­gruppe mit dem MCom-Regler als helfende elektronische Hand empfunden, mit der er die Heizkurve stark senken konnte. Die Vorlauftemperatur konnte ebenfalls niedriger eingestellt werden, um die Räume komfortabel zu beheizen. Durch das perfekt aufeinander abgestimmte System werden die Heizkörper gleichmäßig warm und geben ­keine störenden Geräusche von sich.

    Einbindung in Smart Home möglich

    Überprüft wird die Anlage jederzeit über die PAW-App, denn der HeatBloC MCom ermöglicht die Anzeige und Einstellung verschiedener Werte wie Temperaturen, Differenzdruck, Volumenstrom sowie Statusmeldungen und Bilanzwerte von Sensoren, Mischern und Pumpen. Zusätzlich können früher statische Raum-Zeit-Nutzerprofile mühelos mit Fensterkontakten, Bewegungsmeldern, Wettervorhersagen und individuellen Benutzerprofilen kombiniert werden.

    In der MCom-Variante der HeatBloC-­Serie erfolgt die Anbindung in der Regel über systemspezifische Gateways wie die Loxone-­Modbus-Extension.

    Alternativ ist auch eine direkte Verbindung per Modbus möglich. Im Vergleich zu anderen Sys­temen erfordert der Einsatz der ­HeatBloC MCom keine zusätzlichen Hardwareinstallationen. Dadurch entfallen für den Nutzer versteckte Nachrüstkosten für ein Sensorik-­Aktorik-​Upgrade.

    Als einen Grund für die Effizienz der neuen Heizungsanlage benennt der Hauseigentümer den dynamischen hydraulischen Abgleich, den der HeatBloC MCom ermöglicht. Die Wärmeverteilung gelingt in den einzelnen Räumen sehr gut und spart viel Energie, erläutert er und schätzt, dass die jährlichen Heizkosten künftig 15 % geringer ausfallen werden.

    www.paw.eu